Tag 1
Deutsch-Niederländische Grenze bis zur Knock
Ich habe es geschafft. Die ersten 38 km sind gelaufen. Bei durchwachsenen Wetter (von Sonnenschein bis Regen war alles dabei) bin ich heute Morgen an der niederländischen Grenzegestartet, am Dollart vorbei, mit der Fähre von Ditzum nach Petkum übergesetzt, Und dann wieder weiter zu Fuß an der Emsmündung entlang, quer durch Emden bis zum Campingplatz an der Knock . Die letzten circa 5 km waren sehr hart, so dass ich denke, dass ich morgen weniger laufen werde. Tagesetappe 38,9 km
Tag 2
Knock bis Greetsiel
In Greetsiel hatte ich die heutigen 29,2 km erreicht! Alles in Allem war es heute eine recht entspannte Tour. Bei überwiegend Sonnenschein bin ich gut vorangekommen, Musste aber trotzdem aufgrund der Muskeln und Füße ein paar Pausen machen und bin teilweise auch sehr langsam vorankommen. Am Pilsumer Leuchtturm hatte ich dann Besuch von Verwandten bevor es auf die letzte Etappe in Richtung Greetsiel ging. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das in meinem Leben noch mal sage, aber hier hat mich dann meinen Elterntaxi eingesammelt, da meine Elternhaus ganz in der Nähe liegt. Allerdings Werde ich frei nach den Gebrüdern Grimm Morgen genau dort wieder ausgesetzt. Tagesetappe 29,2 km
Tag 3
Greetsiel bis Hilgenriedersiel
Der Tag startete trocken aber bewölkt! Nachdem ich wieder in Greetsiel ausgesetzt wurde ging es vorbei an der Leybucht, wieder begleitet von Rindern und Schafen die auch nicht glauben konnten das so ein komischer Zweibeiner bei ihnen vorbei kommt! Kurz nach der Ehemaligen Funkstation Nordeich Radio war die erste Pause angesagt und die zweite dann in meinem „Heimatort“ Norddeich! In den Norddeicher Hafen als meinen Heimathafen mal zu Fuß einzulaufen statt mit dem Boot war schon mal ein nettes Erlebnis! Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es weiter am Deich lang bis nach Hilgenriedersiel wo ich mich noch einmal hab abholen lassen. Morgen lass ich mich dort wieder absetzen… Tagesetappe 28,6 km
Tag 4
Hilgenriedersiel bis Neuharlingersiel
Heute startete der Tag super! Keine Schmerzen mehr in den Beinen und ordentlich Sonnenschein! Vorbei an Nessmersiel und Bensersiel (wo es ein leckeres Mittagessen gab) ging es immer am Deich lang bis Nessmersiel! Da es heute nach Regnen soll habe ich mich für eine Tarp Aufbauvariante mit Fußboden entschieden! Ich habe weitere Spenden bekommen die nicht im GofundMe Top sind aber natürlich mit eingerechnet werden!
Heutige Tagesdistanz 29,2km damit bin ich an den ersten 100 km vorbei und habe 126 km hinter mir 💪🏻
Tag 5
Neuharlingersiel bis Horumersiel
Heute Begann der Tag, regnerisch, Ich mein Zelt abbauen müssen und dann im Sanitärgebäude erst mal alles zusammengepackt. Dann hab ich mich auf den Weg gemacht. Nach 9 km war dann erst mal Blasenversorgung angesagt. Auf der Strecke zwischen Harlesiel und Schillig wurde das Wetter dann noch windiger und regnerischer! Immerhin hatte ich Rückenwind! Mittlerweile ist es trocken, aber ich habe mich dann doch für ein Hotel entschieden, da nicht ganz klar ist wie die Nacht werden soll. Die heutige Strecke war die einsamste bisher und gefühlt auch die langsamste. Vielleicht lag es auch mit am Wetter und an den gefühlten, tausenden von Schafen, die mir den Weg, wie schon die ganze Zeit, zugekotet haben!? Meine zwischen gekommen zu sein und einer depressiven Phase. Heutige Kilometer 27,1 und damit hab ich morgen ein Viertel des Weges geschafft!
Tag 6
Horumersiel bis Wilhelmshaven
Der heutige Tag im Trockenen, aber über den Tag hinaus gab es dann doch den ein oder anderen Regenschauer. Heute gab es dann auch einmal ein paar andere Begegnungen statt nur Schafe, wie zum Beispiel einen Schwarm Löffler! Und natürlich auch viele andere Seevögel. Erst ging es vorbei an den Salzwiesen zwischen Schillig und Wilhelmshaven und dann vorbei am Jade, Weserport, am Ölhafen, am Südstrand und durch die Wilhelmshavener Innenstadt. Auf der Strecke habe ich von meiner Familie einen Servicemobil Besuch bekommen und meine Frau Hat sich mir für die nächsten Tage angeschlossen so das ich mich nicht mehr mit mir selbst unterhalten muss die nächsten Tage 🤣 Auf dem letzten Kilometer musste es natürlich noch mal regnen. Dafür entschädigt heute ein schönes Hotel mit einem gemütlichen Bett. Tageskilometer 31,1, macht gesamt 184,4 km
Tag 7
Wilhelmshaven bis Schweiburg
Der heutige Tag begann mit ganz viel Sonne und riesen Euphorie. Immer entlang am Jadebusen sollte es bis zum Vareler Hafen gehen wo ich schon vor Wochen einen „Zeltplatz“ versprochen bekommen habe! Nach einem sehr schönen Pausenspot mitten in den Salzwiesen und einem Leckeren Eis in Dangast ging es also, begleitet von der Sonne, immer Richtung Varel! Zwischen Dangast und Varel gab es leider eine Umleitung wegen Deichbauarbeiten! Damit waren die angepeilten 22 km schon in Gefahr! In Varel im Hafen angekommen gab es dann die nächste Überraschung! Mein Kontakt war nicht da, die Gastwirschaft geschlossen und anwesende Personen haben es ausgeschlossen dort ein Zelt aufzubauen! Ein sehr liebe Freundin von uns wollte eh dort zum Kaffee dort hinkommen und hat uns dankenswerter Weise dann das Gepäck zum nächsten 7 km entfernten Campingplatz gebracht denn wir natürlich zu Fuß angesteuert haben! Nach einer späten Ankuft einem Abendessen zum erholen wurde das Tarp zum Zelt aufgebaut ( Wind, Ameisen und steinigem Grund zum Trotz) und nun ist Feierabend
Tag 8
Schweiburg bis Eckwarderhörne
Nach einer ungemütlichen Nacht im Tarp aber einem kleinen spontanen „Fertigfrühstück“ ging es los! Zunächst hat mich mein Schienbein Problem von gestern nicht weiter belastet! Mit jedem Schritt wurde es aber heute schlimmer! Ich bin mir nicht ganz sicher ob mich etwas gestochen hat (allergische Reaktion) oder ob es ein Schienbeinkantensyndrom oä. ist! Zumindest spielte das Wetter mit und wir haben sogar etwas Sonne abbekommen! Nach 22,1 km sind wir dann in Eckwarderhörne angekommen und haben uns für 2 Nächte eingebucht! Entweder wird morgen gefaulenzt oder es geht mit leichtem Gebäck auf die nächste Etappe und dann mit Taxi hin und her! DAS entscheide ich morgen spontan!!
Tag 9
Restday in Eckwarderhörne
Aufgrund von Schmerzen, unbekannter Herkunft, im Schienbein, die mich zum Humpeln zwingen kurzer Regenerationstag. 3,3 km zum Supermarkt und zurück! Mehr wird heute nicht gelaufen! Vernunft siegt leider über Wollen! Aber auch ein Learning! Solche Tage sollte man mit einplanen! Hab ich nicht getan und das ärgert mich heute!
Tag 10
Eckwarderhörne bis Fedderwardersiel
Mit leichten Schmerzen im Schienbein startete der Tag und ich war guter Dinge! Vorbei an Salzwiesen und Buhnen ging es Richtung Tossens wo wir die erste kleine Pause gemacht haben und einen Bohnenkaffee genießen konnten! Kurzzeitig hatte ich hier auch das Ende der Reise im Blick da ich mich extrem an einem Krümel Brot verschluckt habe und tatsächlich für ein paar Momente keine Luft bekam!
Nachdem der erste Schreck vorbei war ging es durch die gleiche Landschaft weiter bis Fedderwardersiel! Unterwegs haben wir uns einen kleinen Schattenplatz aus unseren Ponchos gebaut damit wir zumindest mal ein wenig Schatten haben! Die Sonne schien schon recht heiß! Gegen frühen Nachmittag sind wir dann an unserem Campingplatz in Fedderwardersiel angekommen! Hier wurde erstmal ein Fischbrötchen verköstigt und eingekauft!
Morgen geht es dann zu Fuß weiter bis Nordenham und dann mit dem Bus Ersatzverkehr Richtung Bremerhaven
Tag 11
Fedderwardersiel bis Bremerhaven
Nach einem entspannten Zeltabbau und einem spärlichen Frühstück ging es weiter, immer am Deich entlang und teilweise sogar auf einem Trampelpfad durch die Salzwiesen . Immer in Richtung Nordenham. Bis auf Schafe, Salzwiesen, ein paar Seevögel und Watt war allerdings nicht viel zu sehen. Nach einer kleinen Frühstückspause auf dem Deich bei der wir uns nett mit einem Paar aus Oldenburg unterhalten haben, die auch dort frühstückten, ging es dann entspannt weiter! Durch das historischen Blexen bis zum Fähranleger in Nordenham/Blexen! Da die Fähre momentan leider nicht nach Bremerhaven fährt, mussten wir den Fährersatzverkehr nehmen! Ich wusste gar nicht mehr, wie schnell so ein Bus fährt, 🤣 In Bremerhaven angekommen mussten wir dann nur noch vom Fähranleger zum Hotel. Morgen geht es weiter, leider die ersten 10 km quer durch Bremerhaven.
Tag 12
Bremerhaven bis Dorum
Die ersten 8 km verliefen sehr ermüdend durch den Bremerhavener Containerhaven! Danach wurde es wieder netter! Aber auch recht unspektakulär! Außer Salzwiesen und ausgewiesenen Schutzzonen I war nicht viel zu sehen, kurz vor Dorum sah eine Beobachtungshütte sehr verdächtig nach einer Unterkunft aus! Vorteil - Handyempfang! Habe mich dann aber doch für eine erfrischende Dusche auf dem Campingplatz entschieden! Nachteil - kein Handyempfang deshalb musste ich für diese Teilen nochmal zum Deich!
Morgen geht es weiter Richtung Cuxhaven wo ich dann aber Zeit habe da meine Fähre erst Mittwoch Abend wieder fährt!
Tag 13
Dorum bis Sahlenburg
Nach einer recht entspannten Nacht auf dem Campingplatz allerdings mit wenig Schlaf, ging es dann recht spät gegen acht zum Bäcker und zum Supermarkt um zu frühstücken und Wasserreserven aufzufüllen. Gegen 8:30 Uhr bin ich dann endlich losgekommen. Immer Richtung Cuxhaven. Unterwegs konnte ich dann noch einen Storch bei der Futtersuche beobachten und meine Halbzeit km abhaken! Die Hälfte habe ich damit geschafft und bin heute Abend bei 315 km ab morgen wird rückwärts gezählt. Allerdings ist morgen noch mal ein sehr ruhiger Tag, da meine Fähre von Cuxhaven erst um 17:45 Uhr ablegt. Für 10 km bis zur Fähre habe ich also viel Zeit. Die ich wahrscheinlich auch benötige, um einen kleinen Umweg zu einer Apotheke zu machen da meine Blasenpflaster zu Neige gehen.
Gleich noch die Fähre und den Campingplatz für morgen buchen, damit wenigstens das alles in trockenen Tüchern ist. Dann mache ich mir eine Kleinigkeit zu essen und freue mich auf einen entspannten Spaziergang morgen Vormittag.
Sollte morgen über Tag noch jemand von Cuxhaven übersetzen nach Brunsbüttel und könnte mich mitnehmen, wäre das natürlich super!
Tag 14
Sahlenburg bis Brunsbüttel
Da ich 15 km bis zur Fähre nach Brunsbüttel konnte ich den Tag ganz entspannt angehen. Ein leckeres Frühstück und ein schöner Bohnenkaffee beim Bäcker um die Ecke sollte das Frühstück einfach machen. Ein super entspannter Spaziergang entlang der Cuxhavener Flaniermeile durch bis zur Kugelbake Folgte natürlich nach dem Frühstück. An der Kugelbake habe ich eine schöne, lange Pause gemacht und mich dann auf den Weg gemacht, kurz bei der DGzRS vorbeizuschauen und den Terminal zu suchen, von dem ich dann heute Abend abfahren sollte. Die Fähre fährt leider immer erst um 17:45 Uhr. Daher konnte ich den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, wie man so schön sagt und habe ganz entspannt eine Runde am Deich geschlafen. Ein erneuter Besuch bei den Seenotretter stand noch an, da sie heute Mittag ihre wohlverdiente Pausen machen sollten. Nach einem Kaffee und super netten Gesprächen mit der Besatzung der „Hans Hackmack“ ging es dann aber wirklich Richtung Fähre, wo ich erneut 2 Stunden Pause hatte. Grüße nochmal an dieser Stelle! Es war sehr nett Dankeschön 😍 Nach der Fähre waren es dann noch circa 900 m zum Campingplatz. Morgen geht’s dann mit ca. 30 km weiter
Tag 15
Brunsbüttel bis Friedrichskoog-Spitze
Heute startete der Tag sehr vielversprechend mit leichter Bewirkung. Da es heute Abend in Friedrichskoog Gewittern sollte, habe ich mir dort schon mal ein Hotelzimmer gebucht und musste entsprechend auch die 30 km laufen. Es dauerte aber nicht lange da fing es an zu regnen. Einmal richtig schön durchgeweicht, aber das trocknet schnell wieder, denn die Sonne ließ nicht lange auf sich warten und brannte dafür den ganzen Tag, umso unerbittliche auf mich herunter. Die Landschaft änderte sich nicht sehr viel weite, ausgedehnte Salzwiesen, die bereits soweit vorangeschritten waren, dass sie mit dem Trecker gemäht wurden. Große Schafherden weiten darauf, aber diesmal musste ich nicht um die Schaf Hinterlassenschaften drumherum, sondern um die vielen Hummeln, die sich über den Klee auf dem Deich hermachten. Noch eine kurze Extra Einkaufsrunde in Friedrichskoog und dann kam auch schon der Endspurt zu meinem Hotel und mein Schienbein haben zwar immer wieder mehr oder weniger große Probleme verursacht, aber alles in allem bin ich zufrieden mit dem voranschreiten der Genesung. Man muss ja schließlich auch bedenken, dass es weiterhin anstrengend bleibt.
Tag 16
Friedrichskoog-Spitze bis Warwerort
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Sonne. Ersten 13 km war kein zu finden. Danach war es soweit okay, weil alle paar Kilometer tatsächlich ein kleiner Imbiss oder 13 km hatte ich das Vergnügen, kurzzeitig Untermieter einer Rauchschwalbe zu sein die über meine Rastbank ihr Nest gebaut hatte!! Nach ein paar netten Unterhaltungen unterwegs in den bin ich dann nach 24,6 km an Campingplatz gekommen und habe mich entschieden diesen zu nehmen, statt noch 6 km weiter durch Büsum zu laufen. Da Touristenorte lieber meiden möchte, werde ich morgen in aller Frühe einen Weg durch Büsum weiter fortsetzen. Die Verletzungen spielen heute extrem gut mit und ich konnte fast schmerzfrei wandern. Aber damit habe ich die Bucht zwischen Friedrichskoog und Büsum fast umwandert!
Um transparent zu bleiben habe ich heute die Spende meiner Eltern anonym in den Spendenfond einbezahlt!
Tag 17
Warwerort bis Vollerwiek
Nachdem ich gestern noch mal In der schönen Nordsee gebadet habe (was ich, zu meiner Schande gestanden, noch gar nicht getan habe), Habe ich mich Zelt verkrochen, da der Wind immer mehr zun nahm. Heute Nacht war es zwar sehr windstill dafür wurde es gegen frühen Morgen wieder immer windiger. Das wiederum hat mich dazu animiert, aufzustehen und abzubauen. (warum auch immer). Ein Blick auf das Wetterradar zeigt dir leider auch Regen und Gewitter an. Beim Abbau ist mir dann natürlich das Zelt gleich ein paar Meter davon geflogen, aber immerhin habe ich alles trocken abbauen und einpacken können. Die ersten Kilometer Richtung Büsum waren schnell erledigt und ich konnte bereits um 7:00 Uhr nach 6 km frühstücken. Da alles gut lief, bin ich dann nur mit kurzen Pausen bis zur Eiderdammsperre weiter gelaufen. Hier hatte ich dann auch per Mail meine nächste Unterkunft buchen können, da es auch heute Nacht wieder ein Gewitter geben sollte. Bisher ist noch nichts davon zu sehen aber sicher ist sicher😉 Unterwegs konnte ich die 400 km Marke knacken, so dass ich jetzt bei knapp 415 km angekommen bin somit liegen rein rechnerisch nur noch gut 200 km vor mir!
Tag 18
Vollerwiek bis Westerhever
Der heutige Tag startet, abgesehen von der Gewitterwarnung voller Tatendrang und Eurphorie!
Ich habe mir gestern aus reiner Schafwolle 😉 (woher ich die wohl habe? NEIN ich habe kein Schaf gerupft) ein Polster für meine nicht ausheilende Blase gebastelt (statt der dauernd verklebenden Blasenpflaster) und das hat super funktioniert! Schon am frühen Morgen war ich so 10 km weiter in Sankt-Peter Ording! Da ich mich auf eine Übernachtung in der Natur bzw. in einer Vogelbeobachtungshütte eingestellt hatte, habe ich mich in SPO also nochmal mit ausreichend Futter eingedeckt und die Tränke aufgefüllt! Kurz nachdem ich einkaufen war, hat mir eine nette Passantin noch einen Tip für einen Schlafplatz gegeben! Leider haben sich alle Plätze als nicht möglich rausgestellt, also musste ich weiterlaufen und weitersuchen! Glücklicherweise habe ich dann noch ein schönes Hotelzimmer in Westerhever bekommen! Und die Füße spielten auch mit! So das ich alles in allem heute ca 33 km geschafft habe! Morgen geht es Richtung Husum und danach nur noch (mehr oder weniger) Richtung Norden keine 200 km liegen mehr vor mir! 🥳
Ach ja heute war ich dann auch mal wieder bis auf die Knochen durchgeweicht aber das trocknete dann im Wind auch recht schnell wieder!
Tag 19
Westerhever bis Simonsberg
Leider etwas spät aber dafür super ausgeschlafen und entspannt bin ich heute Morgen im Hotel nach dem sehr guten Frühstück (danke an das Landhaus dafür) aufgebrochen um die Landzunge in Westerhever zu umrunden. Kurz nach der Umrundung dann der zweite kleine Schockmoment auf der Tour! Diesmal kein totes Schaf sondern ein toter Seehund ( mitten auf dem Deich) nach einem kurzen Telefonat mit den zuständigen Behörden war schnell geklärt das der zuständige Jäger ihn gefunden und auf den Deich gelegt hatte um ihn abends abzuholen. Also ging es weiter immerhin Richtung Husum! Landschaftlich gab es nichts Neues, Salswiesen wechselten sich mit Wattstellen ab! Kurz war ich verwundert nachdem mir ein Audi auf dem Deich entgegen kam! Aber auch hier war schnell geklärt das es sich um Mitarbeiter der Deichacht mit einem Leihwagen handelte! Diese sollte ich später dann auch nochmal bei Disteln Stechen wieder sehen! Mein Ornithologen Herz ging allerdings nochmal bei Fund eines Austernfischernestes mit Jungen und Eiern auf! Nach 28,4 km kann ich nun den Abend beim Glamping genießen! Der Platz hat eine Sauna einen Pool und heute sogar ne Dönerbude 🤣 und eisgekühltes alkoholfreies Flens! Prost
Tag 20
Simonsberg bis Norderhafen(auf Nordstrand)
Nach einem sehr entspannten Abend auf dem tollen Campingplatz haben ich mich ( leicht verspätet) auf den Weg gemacht um Nordstrand zu umrunden!
Leider war der Weg um den Husumer Hafen nicht besonders angenehm da ich keine zu großen Umwege gehen wollte bin ich den Weg durch hüfthohe Disteln gegangen. Pest oder Cholera halt 🤣🤷🏻♂️.
Zurück am Deich wurde die Strecke dann wieder sehr schön, ging allerdings auch durch ein kleines Dorf hindurch aber das war immerhin mal eine Abwechslung von Schafen und Möwen!
Der Damm rüber nach Norderstrand war wirklich sehr frustrierend da ich zu diesem Zeitpunkt noch dachte das ich den Weg auch zurück muss! Ich hatte von Anfang einen Campingplatz auf der Nordseite im Blick, musste aber ja noch die Insel umrunden! Der heutige Tag lag daher unter dem Motto „Strecke machen“. Allerdings habe ich mich kurz vor dem Ziel umentschieden und in einem netten Hotel eingecheckt da mir das Telefonat mit dem Campingplatz wirklich zu unfreundlich war (incl. einfach auflegen)!
Nach 39,1 km Sinter ich nun bei Fisch und alkoholfreiem Bier und plane die nächsten Tage! Wie es aussieht werde ich die 621 geplanten km gar nicht benötigen! Ich vermute das ich so auf 600 kommen werde! Ach ja die 500 km Grenze habe ich heute auch geknackt!
Tag 21
Norderhafen bis Ockholm
Bei sehr windigen Wetter ging es los auf Nordstrand wieder zurück Richtung „Festland“. Ich beschreibe es mal so, ich hatte das Wetter gut im Griff! Jedesmal wenn ich den Kampf mit dem Poncho im Wind nach 5 Minuten gewonnen hatte wurde es wieder sonnig! Und jedesmal wenn ich ihn dann wieder ausgezogen habe fing es spätestens nach 5 Minuten wieder an zu regnen.
Vorbei an den Salzwiesen auf der einen und dem eingedeichten Bereich zwischen Deich und Damm auf der anderen Seite ging es weiter! Als Ornithologe kam ich nicht besonders schnell voran! Irgendwann war der Bereich aber vorbei und ich konnte auf dem Deich weiter zu meinem heutigen Schlafplatz! Laut Google liegen noch ca 40 km vor mir so das ich gesamt wohl doch nur auf 580-600 km komme! Daher kann ich mir aber auch Zeit lassen und die letzten zwei Tage hoffentlich genießen.
Tag 22
Ockholm bis Dagebüll
Heute ging der Tag sehr entspannt los mit einem (recht späten) Frühstück. Danach habe ich mich dann auf den kurzen Weg nach Dagebüll gemacht. Da ich wusste, dass ich nur circa 15 km vor mir habe, konnte ich mir viel Zeit zum entspannen und fotografieren nehmen. Leider habe ich auf der Fotoseite nicht mehr so viel Platz. Ich musste gestern schon einige der älteren Bilder löschen. Grundsätzlich werde ich die Bilder in ein paar Tagenspätestens nachreichen, wenn ich das Ganze am Rechner etwas besser bearbeiten kann. Ich hatte aber heute die Gelegenheit etwas durchs „Watt“ bzw. teilweise sogar durch Sand zu wandern! Nach einem entspannten Tag mit einem guten Mittagessen und einem kleinen Einkauf für morgen. (Sekt durfte nicht fehlen) werde ich früh zu Bett gehen, da ich möglichst in aller Herrgottsfrühe los möchte, auf die letzte Etappe!
Tag 23
Dagebüll bis deutsch-dänische Grenze
Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, kann ich sagen es war zwar ein bewegender Moment aber tatsächlich nicht so bewegend wie ich ihn mir im Vorfeld vorgestellt hatte! Aber nichts desto trotz kann ich mit Stolz verkünden, dass ich es geschafft habe! Es sind 581,5 km geworden! Ich bin die Strecke von der niederländischen Grenze zu dänischen Grenze immer am Deich entlang gewandert! 23 Tage immer mit Blick auf Wetter und Unterkunft aber die Schönheit der Natur nie aus dem Blick gelassen!
Ich freue mich über die vielen Spenden und über die noch zahlreicheren Gratulationen! Ich danke meiner Frau die live dabei war, und meinen Kindern die mich supported haben, allen die mir auf dem Weg begegnet sind egal ob geplanter Besuch oder zufällige Gespräche!
Der Tag als solches Begann früh, bereits um 5:15 war ich unterwegs da ich nicht wusste was mich erwartet! Der angekündigte Regen blieb glücklicherweise aus und auch sonst war es eher ruhig! Der Moment als ich ankam war sehr bewegend aber doch nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte!
Mittlerweile sitze ich im Zug nach Hause, der natürlich seinem Ruf bereits bei Abfahrt schon mit Verspätung gerecht wurde 🤣
Viele Dank bei allen Spendern und alle die mitgefiebert haben ob ich es schaffen werde oder nicht!